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Projekt
Der 75 m hohe „Spreda-Turm“ ist eine Landmarke am nordwestlichen Ortseingang von Burgdorf: Mit Zug oder Auto von Bern, Olten oder Solothurn her kommend, ist der filigrane, gläserne Turm für Reisende schon von weither sichtbar. Für ein sonst eher traditionell geprägtes Ortsbild am Tor zum Emmental setzt er ein elegantes und markantes Zeichen der architektonischen Moderne.
Das nach Plänen des Florentiner Architekten Renato Vercelli errichtete Gebäude ist ebenso ungewöhnlich wie seine Nutzung. Eine viereckige Glashülle umschliesst einen runden Betonzylinder, in dem Nahrungsmittelpulver hergestellt wird. Viele tausend Tonnen vornehmlich Tomaten- und Fruchtmark aus aller Welt werden jährlich in die oberste Etage des Turms gepumpt, um dann im Inneren des Zylinders in heisser und trockener Luft nach unten zu fallen und dabei zu pulverisieren. Das einzigartige Verfahren garantiert eine hohe Vitamin- und Nährstofferhaltung im Fruchtpulver.

Der Turm als Bildschirm
Bei bestimmten Lichtverhältnissen beginnt der Turm zwischen der viereckigen Glashülle und dem zylindrischen Betonkern zu schillern. Dieses Spiel zwischen Transparenz und Undurchlässigkeit war Inspirationsquelle, den Turm als Schauplatz eines interaktiven Lichtprojektes zu nutzen und ausserdem seine markante Architektur hervorzuheben.
An der Innenseite des gläsernen Gebäudemantels sind auf allen sechs Etagen Fluoreszenzleuchten in den Grundfarben Rot, Gelb und Blau angebracht. Durch die Ansteuerung jeder einzelnen Röhre wird es möglich, den Turm in beliebigen Farbnuancen und Intensitäten erleuchten zu lassen. Die Milchglasscheiben verteilen das Licht gleichmässig über die ganze Gebäudebreite, so dass sich der ganze Turm in einen einzigen grossen, dreidimensionalen Bildschirm verwandelt. Diese riesige und von allen Seiten sichtbare Schaufläche wird mit verschiedenen Programmebenen bespielt.

Projektleitung
Angeregt und initiiert wurde das Projekt im Jahr 2006 vom Forum für Architektur und Gestaltung (fag), einem Verein von Architekten, Planerinnen sowie Kunst- und Kulturschaffenden. Die Stadt Burgdorf, die Localnet AG, die IKEA Lyssach AG und die Naturex AG ermöglichten die Umsetzung 2006 mit finanziellem Engagement. 2009 hat sich das fag aus dem Projekt zurückgezogen. Die Stadt Burgdorf hat den Betrieb und Unterhalt des «Lumoliths» in einer Partnerschaft mit der Naturex AG übernommen und führt das Projekt ab der Saison 2009/2010 für zunächst drei weitere Winter fort.

Energiefragen:
Die 24 Fluoreszenzleuchten verbrauchen pro Nacht nicht mehr Strom als 500m Strassenbeleuchtung an der Kirchbergstrasse oder als zwei Elektroheizkörper.





 
       
                             

 

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